Product Leadership Coaching
Teams befähigen & Leader entwickeln: eine Product-Coaching-Journey
Europäischer Omnichannel-Retailer
Herausforderung
Im Rahmen einer digitalen Transformation bei einem großen europäischen Omnichannel-Retailer (23 Shops in 13 Ländern) wechselte eine Gruppe von acht Product- und UX-Leadern aus klassischen IT- und Projektrollen in Produktführungspositionen. Von ihnen wurde erwartet, strategisch statt operativ zu denken, Menschen statt Aufgaben zu führen, komplexe Stakeholder-Landschaften zu navigieren und in einem agilen — aber noch in Entwicklung befindlichen — Organisations-Setup zu arbeiten.
Die Mission: diese Leader dabei zu unterstützen, Fähigkeiten, Zusammenarbeit und ein Produkt-Mindset aufzubauen — damit sie Verantwortung für ihre Rollen übernehmen, wirksam führen und Unsicherheit mit Klarheit navigieren.
Sie waren engagiert und motiviert, standen aber vor konkurrierenden Prioritäten und überlappenden Verantwortlichkeiten, sich verändernden Erwartungen des Managements, komplexen Stakeholder-Landschaften mit unterschiedlichem Ownership und einer unklaren technischen Strategie in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Das machte es schwer, zu fokussieren, Alignment zu gewinnen und Teams konsistent zu führen. Die Leader brauchten einen Raum, um zu reflektieren, Klarheit zu entwickeln und zu stärken, wie sie ihre Teams befähigen.
Vorgehen
Mein Coaching-Ansatz war praktisch, menschlich und hochgradig personalisiert. Humor und Leichtigkeit rahmten schwierige Fragen und hielten die Gespräche an realen Herausforderungen geerdet.
Echte Arbeit als Lernmaterial
Die Leader brachten reale Herausforderungen — Stakeholder-Konflikte, Team-Dilemmata, Entscheidungspunkte — in die Sessions, was Erkenntnisse unmittelbar und umsetzbar machte.
Beobachtung und Reflexion
Ich beobachtete die Leader in Meetings und Interaktionen und nutzte diese Momente als Impulse: „Mir ist X aufgefallen — was, glaubst du, ist da passiert?” Das machte Muster sichtbar und zeigte Wachstumsfelder auf.
Annahmen durch Fragen hinterfragen
Die Leader erkundeten das „Warum” hinter ihren Handlungen und Entscheidungen, deckten Annahmen auf und erwogen alternative Ansätze.
Feedback-Loops und Pulses
Kurze, wiederkehrende Reflexionen halfen den Leadern, die Wirkung ihrer Entscheidungen zu sehen und ihren Ansatz in Echtzeit anzupassen.
Peer-Learning und Accountability
Die Leader coachten einander in Gruppen-Sessions — übten Zuhören, Unterstützen und das Befähigen ihrer Teams — und gaben sich Feedback zu realen Situationen, was Führungsverhalten stärkte, das sie eigenständig anwenden konnten.
Check yourself: ein Leadership-Mindset
Führung ist anspruchsvoll und oft einsam. Ohne innezuhalten und zu reflektieren riskieren selbst gut gemeinte Leader, ihren Stress oder ihre Fehlausrichtung an ihre Teams weiterzugeben. Sich selbst zu prüfen ist essenziell:
- Body — weg vom Computer, sinnvolle Pausen machen, Umgebung oder Medium wechseln (Papier, Whiteboard).
- Mind — Energie, Stimmung, Stressauslöser und Quellen der Zufriedenheit wahrnehmen; reflektieren, was man morgen anders machen würde.
- Behaviour — beobachten, wie die eigene Präsenz auf das Team wirkt. Befähigst und stärkst du — oder erzeugst du ungewollt Engpässe?
Sich selbst zu prüfen erlaubt es Leadern, Energie dort einzusetzen, wo sie am meisten zählt — beim Team — das Ego beiseitezulassen und mit Klarheit aufzutreten, unter Stress durchdacht zu reagieren und demütig und empathisch gegenüber den Herausforderungen anderer zu bleiben.
Ergebnisse
Über die Gruppe hinweg entstanden Durchbrüche:
- Proaktivität und Ownership — die Leader stellten die richtigen Fragen, priorisierten wirksam und übernahmen den Fahrersitz.
- Stakeholder-Enablement — die Leader traten zurück, damit ihre Teams direkte Beziehungen zu ihren Stakeholdern aufbauen konnten.
- Time Leverage — die Leader organisierten Routinen neu, um sich auf strategische Prioritäten statt auf jedes Detail zu konzentrieren.
- Problemlösung auf Team-Ebene — Peer-Support und kollektive Problemlösung reduzierten die Abhängigkeit von einzelnen Leadern.
Über die Gruppe hinweg verschoben sich die Leader von aufgabenfokussierter Kontrolle zu outcome-fokussiertem Enablement und rahmten Stakeholder-Beziehungen von reaktiv zu kollaborativ um. Die nachhaltige Wirkung:
- Stärkeres Alignment im Leadership-Team
- Ein kohärentes Produkt-Narrativ über alle Teams hinweg
- Leader, die von Kontrollieren zu Befähigen wechselten
- Verbesserte People-Leadership und Stakeholder-Kommunikation
- Nachhaltiges Leadership-Wachstum trotz systemischer Einschränkungen
Führung bedeutet nicht, alle Antworten zu haben. Es bedeutet, präsent zu sein, sich selbst zu prüfen und die Bedingungen zu schaffen, unter denen Teams aufblühen.
“Sie hat mir geduldig beigebracht, wie großartiges Produktmanagement aussieht, wie man Menschen mit Integrität führt und wie man echte Selbstreflexion praktiziert. Unterwegs hat sie Workshops moderiert, die Struktur, Klarheit und Fokus brachten — ohne Bürokratie oder Stress. Eine seltene Coachin, Leaderin und produktgetriebene Person, die ich für jede Rolle empfehle, die Veränderung, Vision und Leidenschaft verlangt.”